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Ohlew

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1

Sonntag, 27. Mai 2012, 18:51

Helfen,wegschauen,ignorieren

Jetzt mal auf Hilfe angewiesene.
Es ist nicht leicht jemand zu helfen,aber man kann es dennoch versuchen,wenn der/diejenige damit etwas anfangen kann.
Manche denken,was geht mich das an.Mir gehts soweit gut.Warum sollte ich mich mit anderen Problemen belasten.
Eine kleine,wahre Geschichte möchte ich euch erzählen.
Damals ganz früh in meinen Leben,ich war 8 oder Neun,waren wir in einen Ferienlager.
Italien Caldonazosee.
Ein Ferienlager der SOS Kinderdörfler ,wo alle Nationen vertreten waren.
Da gab es ein Mischling der ins Lager eigedrungen ist und Bananen klaute.
Er wurde hinterher bestraft indem er Bananen essen mußte bis er nicht mehr konnte und wurde anschließend verprügelt.
Danach wurde ihm ein Schild umgehängt wo draufstand
"Ich bin ein Affe und esse gern Bananen."
Das sollte er 3 Tage lang tragen.
Ich habs ihm abgerissen das Schild 2 Tage vorher.
Ich konnte das Leid im seinen Gesicht und die Scham nicht ertragen.
Ich konnte aber auch nicht die anderen ertragen,wo noch Witze darüber rissen und den Jungen auslachten.
Ich war alleine und bekam furchtbare Prügel dafür,aber mir tat es nicht mal richtig weh.
Ich war stolz darauf mich gegen etwas aufzulehnen was Ungerecht war.
Ich und der Mischling,der Patrick hieß,waren 5Jahre lang ganz dicke Freunde,bis er sich das Leben nahm.
Er konnte es nicht überwinden,was ihm geschah.
Und keiner wollte seine Qual bemerkt haben.

Deshalb reagiere ich sehr empfindlich ,wenn Menschen nicht reagieren ,wenn etwas geschied was ungerecht ist und einfach ignoriert.
Unser Oasenmitglied Ohlew (*29.06.1958) ist am 27.10.2012 verstorben.
Das Oasenteam

2

Sonntag, 27. Mai 2012, 19:00

Ich versuche auch immer zu helfen und bisher ist es immer gelungen.

So richtig doll brenzlige Sitauationen hatte ich noch nicht, aber manchmal musste ich mir auch kurz ans Herz fassen um zu helfen.

Gerade wenns um Kinder geht, greife ich schnell ein.

Allerdings muss Hilfe nicht immer helfen.
Aber ich bin dabei vorher nachzudenken und nicht gleich dem ersten Impuls nachzugeben.

miri

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3

Sonntag, 27. Mai 2012, 20:51

es gibt nicht immer nur einen weg, zu helfen, manchmal ist es nicht der, der vordergründig als der richtige erscheint.
Du bist ein Wunsch, den Gott sich selbst erfüllt hat. :sonne:

H.J. Eckstein

tiffany

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4

Montag, 28. Mai 2012, 07:56

Wenn ich sehe, dass jemand Hilfe benötigt, dann frage ich nach, ob Unterstützung überhaupt gewünscht ist. Nehme als Beispiel eine Frau, die im Rollstuhl sitzt und in einen Bus einsteigen will. Meist können Behinderte mit ihrer Behinderung besser umgehen, als Außenstehende vermuten.

Sollte eine Person in Gefahr sein, weil sie auf der Straße angegriffen wird, dann würde ich kurz die Lage checken, nicht selbst körperlich eingreifen, sondern per Handy die Polizei rufen.

Als vor Jahren ein Kerl im Bus seinen Hund schlagen wollte, weil er sich nicht sofort hinlegte, sprach ich den Hundehalter an, es kam zum Wortgefecht. Als dieser dann irgendwann ausstieg, kam Lob von den anderen Fahrgästen. In der Situation selbst, war niemand bereit einzugreifen.

Ich könnte noch viele Beispiele anbringen, in denen ich half.

Heutzutage ist das mit dem Helfen nicht mehr so leicht... zum einen wird man selbst schnell körperlich angegriffen, zum anderen findet man dann selbst wenig Unterstützung.
Ich sollte mir die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhls zulegen,
der muss ja auch mit jedem Arsch klar kommen! (unbekannt)

cat

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5

Montag, 28. Mai 2012, 18:20

Ich versuche auch immer zu helfen wo ich kann. Wie tiffy aber ja schon erwähnt hat, kommt es darauf an, ob die Person diese Hilfe überhaupt will. Früher habe ich keine Sekunde lang darüber nachgedacht, ICH wollte helfen, also habe ich es getan und manches Mal hinterher festgestellt, dass ich es nur noch schlimmer gemacht habe oder die Person damit total vor den Kopf gestossen habe. In jüngster Zeit habe ich gelernt einer Person meine Hilfe anzubieten, es aber dem anderen zu überlassen ob er diese auch annimmt. Nur so macht Hilfe meiner Meinung nach Sinn.

LG, =CaT=

:katze:
Es wäre dumm sich über die Welt zu ärgern. Sie kümmert sich nicht darum. (M.Aurelius)

6

Dienstag, 29. Mai 2012, 00:17

Zivilcourage ist selten..aber
Ich habe letztens ein video gesehen, wo in der U Bahn ein junger mann auf eine Frau losging, sie trat und schlug. Ein Passant ging auf die Szene zu und wendete sich dann wieder ab , stellte sich in eine Ecke und wartete still ab. Im ersten Moment habe ich mich darüber aufgeregt, aber dann mal darüber nachgedacht und festgestellt, dass ich wahrscheinlich genauso reagiert hätte. Nicht dazwischen gehen, aber auch nicht weggehen. dazischengehen hätte washrschinlich nur weitere Agressionen ausgelöst und eine Eskalation nutzt keinem. Nachdem der Angreifer weg war hat sich der Passant der Frau zugewandt und versucht zu helfen und er hat telefoniert; ich bnehme an er hat den Notarzt kontaktiert.

Manchmal sind erste Impulse nicht gut.
In anderen Situationen helfe ich gern. Mir ist unbegreiflich wie manchmal gerde junge Leute daneben stehen wenn eine Frau versucht einen Kinderwagen in den Bus zu hieven. Auch mit dem Rollstuhl schaffen sie es selten allein in den Bus, da brauche ich nicht nachzudenken, da wird angefasst...

Sato

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Dienstag, 29. Mai 2012, 19:13

Gibt ja sehr viel unterschiedliche Situationen, zu helfen. Und ich bin dabei!

Unterwegs auf der Strasse seine Hilfe anzubieten (Rollstuhl, Wegsuchende) ist allerdings nicht vergleichbar damit, sich in Lebensgefahr zu bringen, wenn man beobachtet, das Gewalt geschieht. In letzterem Fall gibt es professionelle Verhaltenstipps - zb alle Menschen im 'Umfeld aufzufordern, gemeinsam etwas zu tun etc - dringend abgeraten wird davon, als einzelner einzugreifen. Aber per Handy die Poliei anzurufen, das sollte kein Problem sein.

Verwundern kann einen aber nur immer wieder, wie wenig die Menschen in unserer ach so individuellen Kultur überhaupt benerken, wenn etwas schief läuft. Oder ist das eine speziell schwäbisch - pietistische Sache - das jeder mit deinem Sach allein fertig werden soll, man sich niemals einmischt? Sah einmal eine Frau zw Strassenbahngleisen mitten auf einer heftig befahrenen Kreuzung rum laufen, das kümmerte niemand...!

Im Freundeskreis beim Umzug oder Liebeskummer versteht sich von selbst, psych Hilfe eher lieber in Maßen: heut glaubt jeder, der regelmäßig die Ratgeber - Tipps in den Frauenzeitschriften liest, er sei bewandert genug.. da bin ich vorsichtig, gebe bestenfalls reale eigene Erfahrungen weiter..

Und manchmal wird man auch zum Mülleimer - dh der andere "kotzt" sich aus, ist den Druck los u braucht sich nicht mehr zu verändern. Dafür bin ich nicht da.

Vorsehen sollte man sich in dem ganzen Zusammenhang vor dem (hilflosen) Helfer Syndrom. Anstatt an sich selbst zu arbeiten, was absolut und definitiv das einzige ist, das wirklich Veränderungen in die Welt bringen kann, sind so manche beständig als "selbstlose" Helfer unterwegs - im Grund auch, um die eigenen Probleme damit zu verdrängen. Würden die Leut statt dessen mehr an sich selbst arbeiten, wären wir sicher weiter im Miteinander, denke ich manchmal...
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"In der Liebe versinken und verlieren sich alle Widersprüche des Lebens. Nur in der Liebe sind Einheit und Zweiheit nicht in Widerstreit."

Rabindranath Tagore

Ohlew

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8

Dienstag, 29. Mai 2012, 22:01

Vorsehen sollte man sich in dem ganzen Zusammenhang vor dem (hilflosen) Helfer Syndrom. Anstatt an sich selbst zu arbeiten, was absolut und definitiv das einzige ist, das wirklich Veränderungen in die Welt bringen kann, sind so manche beständig als "selbstlose" Helfer unterwegs - im Grund auch, um die eigenen Probleme damit zu verdrängen. Würden die Leut statt dessen mehr an sich selbst arbeiten, wären wir sicher weiter im Miteinander, denke ich manchmal...


Sato ich schätze Dich sehr,aber diesen Absatz verstehe ich nicht ganz.
Selbst wenn Du nur ein Penner bist und jemand hilfst,stärkt das nicht dein Selbstbewußtsein,daß wenn es erfolgreich war auch Du davon was hast?
Ein geben und nehmen ist doch das Leben.
Und wenn es Dir es ermöglicht jemand aus einer Not zu bringen,z.B. eine Gewalt zu verhindern.
Stärkt es nicht an einen selber?
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Merlin

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Dienstag, 29. Mai 2012, 22:21

Vorsehen sollte man sich in dem ganzen Zusammenhang vor dem (hilflosen) Helfer Syndrom. Anstatt an sich selbst zu arbeiten, was absolut und definitiv das einzige ist, das wirklich Veränderungen in die Welt bringen kann, sind so manche beständig als "selbstlose" Helfer unterwegs - im Grund auch, um die eigenen Probleme damit zu verdrängen. Würden die Leut statt dessen mehr an sich selbst arbeiten, wären wir sicher weiter im Miteinander, denke ich manchmal...
Ja aber wer erkennt schon einen Helfer im sich selber verstecken? Gibt es da Warnhinweise, die einen Helfer unglaubwürdig erscheinen lassen, so geholfen ein Problem, so geholfen ein echter Helfer? Grundsätzlich gebe ich die Recht, aber nur als hinweisender, auf eine möglichen Defizitoption eines Menschen.
Weiß ich nicht, hab' ich keine Ahnung von .....

Sato

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Mittwoch, 30. Mai 2012, 00:43

Ohlew, ich schätze dich auch!!

Ich sprach in dem Abschnitt ja eine ganz bestimmte Art von Hilfe an - Lebenshilfe psychologischer, philosophischer Natur vorallem

ich denke, sein Selbstwert, sein Selbstbewusstsein muß jeder zuerst mal aus anderem Handeln ziehen als daraus, zu helfen. Nämlich daraus, sein eigenes Leben zu meistern, ein beweglicher, offener, also beständig lernender Mensch zu sein, jemand, der die Optionen in ihm selbst, das, was dir das Leben als deine individuellen Möglichkeiten mit gab, zu verwirklichen. sich selbst zufrieden und weise gemacht zu haben. Sonst hat derjenige ja auch nichts zu geben als lauter heisse Luft.

Es ist wie der Satz: Liebe dich selbst so wie deinen Nächsten. Wenn du dich selbst nicht liebst, wie willst du andere lieben? Darum steht das an erster Stelle.

Und wer die Hilfe anderer zu seinem Hauptlebensinhalt macht - ich bin u bleibe da skeptisch, das das Selbstbewusstsein das jemand dadurch bekommt, echt ist. Keine Berufsgruppe nimmt mehr Drogen u begeht mehr Suizide als zb Ärzte etc in helfenden Berufen.Kann also nicht so weit her sein mit ihrem Selbstbewusstsein, mit ihrem Selbstwertgefühl.

Aber auch all die "selbsternannten" Helfer sind allermeist depressiv veranlagte Menschen, oft wird ihnen das helfen zur Droge, oder zum Kampf, oder zur zwanghaften Handlung, ihre Energie, die sie dringend für sich brauchen, stecken sie in das Helfen anstatt erst mal sich selbst zu "sanieren", erzählen sie anderen ständig, wie die alles super in den Griff bekämen. Denkst du, das hilft wirklich? Ist das nicht viel mehr ein Versuch, sich selbst wichtig machen?!

Zumal es doch so ist: der einzige, der eine Veränderung erwirken kann, ist man selbst und bei sich selbst. Schliesslich muß man ja auch die Verantwortung mal dafür tragen, darum ist das auch ganz gut so, Niemand kann andere wirklich ändern, nur sie selbst können es.

Und erreicht man bei sich selbst eine positive Veränderung, ist das um ein vielfaches motivierender, überzeugender als alles Gerede und starken Arm/Taschentuch hin halten.

Helfen ist übrigens neben der Ablenkung von der eigenen Misere auch eine Machtausübung - wer hilft, bestimmt, wie der/die andere dann zu sein hat.

Den Trick hat das Christentum für sich adoptiert. Sie helfen, um Anhänger zu gewinnen, um von sich abhängig zu machen.

Oder es ist das Vortäuschen von Macht - wer scheinbar hilft, hat scheinbar Macht (über sich - oder über die Mittel)

Bin übrigens selbst ein Helfertyp :-)
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Ohlew

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11

Mittwoch, 30. Mai 2012, 01:38

Sato,ich muß mal erst Deinen Beitrag richtig verarbeiten,bevor ich antworten kann.
Aber es hat schon was.
Bloß habe ich im Moment,keine Argumente.
Eines möchte ich aber gleich schreiben,wer hilft um sich Geltungssüchtig zu machen,um das auszunutzen,ist nur die Hilfe für sich selbst.
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tiffany

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12

Mittwoch, 30. Mai 2012, 07:35

Gestern erst erlebt: Eine Frau im Rolli will in den Bus einsteigen, der mit Verspätung an die Haltestelle kam. Die meisten der Busse haben inzwischen eine ausfahrbare Rampe bzw. eine Neigung, damit Behinderte ohne Hilfe einsteigen können.

Soweit sogut... die Frau schiebt sich also mit dem Rollstuhl in den Bus, als bereits ein Fahrgast quäkte, dass es zu lange dauern würde, der Bus hätte bereits Verspätung. Selbst wenn es - übertrieben gesagt - 10 Minuten gedauert hätte, ob der Eumel aufgestanden wäre, um zu helfen? Eher nicht.
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Sternle

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Mittwoch, 30. Mai 2012, 09:09

Letztendlich geht es bei allem, auch beim Helfen, doch um das rechte Maß. Helfen, wo Hilfe gebraucht wird und auch geleistet werden kann? Natürlich, das ist gut und wichtig, und das sollte man auch tun, auf besonnene Art und Weise. Aber helfen um jeden Preis ist zu viel, das führt dann auch oft dazu, dass man beleidigt reagiert wenn die eigentlich nicht erwünschte Hilfe nicht dankend angenommen wird. Manche helfen um des Dankes Willen, den sie erhoffen und auch erwarten, zur Stärkung des eigenen Egos. Und manche helfen, um sich von sich selbst abzulenken und auf andere zu konzentrieren, und ich denke auf diese ungesunde Art der Hilfe spielt Sato letztendlich an.
Aufopferung für andere bei gleichzeitiger Verkümmerung des eigenen Selbst - die Gefahr des Helfersyndroms - ist eben die andere Seite der Medaille der Hilfsbereitschaft, die an und für sich ja eine positive Eigenschaft ist.
Nur sollte eben auch Hilfe mit Augenmaß geleistet und durchaus angeboten, aber nicht aufgedrängt werden - vielleicht abgesehen von ganz wenigen Ausnahmen.
Und Hilfe sollte eben um des Mitmenschen oder auch um der Menschlichkeit willen aber nicht um des eigenen Egos willen geleistet werden, ansonsten besteht schnell die Gefahr, dass Hilfe eben nicht mit Blick auf den anderen und das, was für diesen gut ist geleistet wird sondern nur aus der eigenen Perspektive - ganz nach dem Motto "Ich weiß schon was gut für dich ist, also lass dir gefälligst helfen".

Boina

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Mittwoch, 30. Mai 2012, 15:56

http://salzburg.orf.at/news/stories/2535170/

Wenn ich den oben angeführten Artikel richtig interpretiere, so ist gutgemeinte Hilfe nicht erlaubt. Für mich heist das, Finger weg von allen, was ich nicht verstehe. Bei so einem Urteil frage ich mich auch, ob ich verurteilt werden würde, wenn ich bei einem Unfall das Unfallopfer falsch angreife. Wahrscheinlich ist es heutzutage besser, jederzeit ein funktionstüchtiges Handy zu haben (Ersatzakku) als selbst anzupacken.
Verrückt ist der, der immer die gleichen Dinge tut aber andere Ergebnisse erwartet.

Sato

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15

Mittwoch, 30. Mai 2012, 16:12

Wenn ich das Unfallopfer wäre, würde ich da schon sehr drum bitten, das jemand, der es richtig macht, geholt wird.

Wenn du mal etwas nachdenkst, kann ich mir das kaum anders für dich vorstellen - oder wärst du uU gern gelähmt, gestorben etc, weil jemand falsch zu gepackt hat?

Wohl kaum, du würdest denjenigen auch verklagen
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lea

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16

Mittwoch, 30. Mai 2012, 17:05

bzgl Unfallopfer helfen erzählte uns die Leiterin des Erste-Hilfe-Kurses damals: versuchen zu helfen steht immer ganz oben...

Eine Geschichte von ihr dazu:
Jemand hatte einen Unfall und lag mit dem Gesicht nach unten in eine Pfütze. Niemand langte hin, um nix falsches zu tun. Bis der Krankenwagen da war, war dieser Mensch ertrunken.

Auch wenn ich gerade überhaupt keine Ahnung mehr habe, wie die stabile Seitenlage ganz genau aussieht, mit ein paar Helfern würde ich das bestimmt wieder hinkriegen.

Und vor 7 - 8 Jahren hieß es zu uns: Wegen unterlassener Hilfeleistung kann man angeklagt werden, wenn man aber hilft und dabei passiert etwas, dann nicht.


Nachtrag:
zu dem Artikel von Boina: die Enkelin wurde auf Wunden aufmerksam gemacht, die ein Arzt behandeln sollte und sie hat es nicht getan... das hat doch nichts im Geringsten damit zu tun, das sie gut gehandelt hat und vorhatte die Großmutter zu pfelgen... der Arzt hätte dennoch gerufen werden müssen, v.a. NACHDEM sie von Pflegepersonal drauf hingewiesen wurde
Ich leb in meiner eigenen Welt. Das ist OK, man kennt mich dort. :D



Auch nen Wunsch hab :)

Sato

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Donnerstag, 31. Mai 2012, 16:17

Das ist evtl ein extremes Beispiel. Es kommt sicher auf den Einzelfall an - zb erinnere ich mich nicht mehr, ob man einem verunglücktem Motorradfahrer den Helm ausziehen soll oder nicht.. Davon hängt auch uU das Leben ab und darum würde ich wohl ohne Rat u Hilfe nicht einfach drauf los "schaffen".

Jemand mit dem Gesicht aus der Pfütze zu ziehen, fände ich selbstverständlich.
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WaterDragon

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Donnerstag, 31. Mai 2012, 16:30

Da kommt die Arzthelferin in mir durch...

Ich helfe ob ich demjenigen ev das genick breche oder nicht. Aber wenn ich nichts mache...und dadurch schaden entsteht.... was is dann schlimmer?

Liegenlassen um bloß nix falsch zu machen geht garnicht.
ABER...ich habe eine Frau im Haus die von ihrem Mann wöchentlich verdroschen wird.
ICh hab ihr Hilfe angeboten mehrfach. Hilfe wo sie nich alleine ist.
Es gibt nicht nur Frauenhäuser auch andere Einrichtungen. Habe ihr gesagt wenns schlimm is soll sie runter kommen zu mir an mir kommt ihr Mann nich vorbei!
Sie nimmt meine Hilfe nich an...
bei ihr denke ich ok das braucht sie wohl...nachdem sie immer bevor er schlägt ihn so zusammenschreit und mit Tellern wirft und auch stühle umfallen da oben...lach.

UND doch ich habs angeboten mehrfach!

Mir wird oft vorgeworfen das ich ein sehr gefühlloser Mensch bin der kein herz hat.
Das bin ich nicht aber ich hab eben für mich für mein Erlebtes die konsequentz daraus gezohgen und zeige nicht immer mein wahres Gesicht.
Auch gefühle hab ich nur noch wos wichtig ist. Warum gefühle zulassen wos mich nicht betrifft?
Hilfe werde ich immer anbieten. Aber mit gefühlen schmeiße ich nimmer um mich.

Ein Papa bei mir im Haus hat vor den Aufzügen seinen Sohn verdroschen...
ich hab den Kleinen weggezohgen mir eine gefangen und ihn nur angesehen und gemeint er solle nochmal zuschlagen und dann so das ich nimmer aufstehen kann sonnst sei er tot!
Mit einem Blick der Satan wohl angst gemacht hätte. Das Jugendamt hat die Kinder aus der Familie geholt mitlerweile...

Ich denke mir immer was ist mein leben wert wen ich es nicht einsetze um einem Wesen(seis Tier oder Mensch) zu helfen wenns in not ist!
Das selbe erhoffe ich mir ja auch oder nicht?



Merlin

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Freitag, 1. Juni 2012, 20:31

Wo ich glaube ich zu recht hadere ist das Startposting von Ohlew.
Ich habe geholfen, unbestritten davon ist, was Ohlew alles durchgemacht hat.
Und dann wird es einfach in der Argumentation schwer zu sagen ich habe auch geholfen.
Man steht automatisch hinter dir Ohlew .... an ... und man hat nur die Chance, wenn man in sein Gewissen geht, zu sagen, ja so wie Ohlew habe ich nicht gehandelt. :(

Anders herum. Es ist eine Suche auf Bestätigung deines Handelns, was du nicht nötig hast Ohlew.
Weiß ich nicht, hab' ich keine Ahnung von .....

safra67

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Freitag, 1. Juni 2012, 20:49

Ich denke es kommt nicht darauf an WIE man hilft, es kommt darauf an DAS man hilft. Ich helfe immer, wenn ich helfen kann. Ob ich helfen kann liegt daran ob Hilfe überhaupt gewollt wird, weche Hilfe benötigt wird usw
Man darf in einer Demokratie eine Meinung haben, man muss nicht! (D. Nuhr)

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