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Manfred57

spankender Untoter

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Beiträge: 1 473

Registrierungsdatum: 10. Juli 2008

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Freitag, 25. März 2016, 15:50

Ostern

Eigentlich freue ich mich jedes Jahr
auf das Osterfest. Die Natur erwacht so langsam. Man kann die Knospen
an den Bäumen fast aufspringen hören. Auch die Vögel sind nicht
mehr zu bremsen. Überall sammeln sie Material für den Nestbau. Die
Sonne wärmt schon ein wenig und die Luft wird weicher. Von der
kleinen Bank am Ende meines Grundstücks aus, kann ich die Hasen beim
Liebesspiel beobachten. Dabei geht es wüst zu. Die Wolle fliegt in
Fetzen, wenn die Häsinnen versuchen sich dem Drängen der Rammler zu
widersetzen Eigentlich müsste mir wie jedes Jahr um diese Zeit das
Herz aufgehen, vor Freude an der Natur.


Leider liegt meine Frau wieder mal im
Krankenhaus. Ihr Defi hat wieder einmal ausgelöst. Nun ist auch noch
meine Tochter schwer erkrankt. Wenn es kommt, dann kommt alles auf
einmal. Zum Glück wird meine Frau morgen entlassen, so das sie zu
Ostern wieder zu Hause ist. Trotzdem finde ich noch keine rechte
Ruhe. Wenn man den Kopf nicht frei hat, geht alles schief was man
anfängt. Vorige Woche bin ich im Watt vor St.- Peter- Ording in
Schwierigkeiten geraten, weil ich nicht ganz bei der Sache war. Ich
wollte zum letzten mal in diesem Jahr Muscheln sammeln. Mit dem
ablaufenden Wasser bin ich angekommen. Es blies ein ordentlicher
Sturm von Nordwesten. Obwohl das Wasser noch nicht abgelaufen war
ging ich ins Watt. Ganz im Gedanken ging ich immer weiter ins Watt,
bis mich etwas misstrauisch machte. Der Wind kam von See her, das
Wasser war am Ablaufen, aber der Wattgeruch, (wenn das Wasser
abgelaufen ist, riecht das Watt ganz intensiev), war kaum war zu
nehmen. Der Sturm hatte zugenommen. Plötzlich war ich wieder hell
wach. Ein Blick zur Sandbank, links von mir machte mir klar, das ich
fast den größten Fehler meines Lebens begangen hätte. Die Sandbank
wird von den Einheimischen der Katzenbuckel genannt, und sie sagen,
wenn der Katzenbuckel weiße Haare bekommt, sollte man schnell das
Watt verlassen.


Und so war es auch. Durch den Nordwest
Sturm war das Wasser nicht abgelaufen. Ganz im Gegenteil. Es wurde
durch den Sturm wieder in die Bucht gedrückt. Die Wellenkämme waren
weis vom Schaum und überspülten schon den Katzenbuckel. Das Wasser
war bereits kniehoch, als ich wieder das Land erreichte. Das war
gerade noch mal gut gegangen.



Der Wind hat etwas zugenommen und am
Horizont türmen sich hohe Wolkenberge auf. Es wird kälter, aber ich
will noch nicht ins Haus. Eigentlich mag ich das raue Wetter im
Norden. Auch schon als Kind. Oft musste meine Mutter mich rein rufen,
weil ich im Sturm draußen stand und die Kräfte der Natur
bewunderte. Besonders Gewitter hat mich immer fasziniert. Wer hier im
Norden einmal ein richtiges Gewitter erlebt hat, der weiß auch
warum. Die Luft wird langsam immer drückender. Riesige Wolkenberge
am Horizont, die schnell näher kommen. Von Fern ist schon ein
Grummeln zu vernehmen. Der Wind nimmt zu, um dann ganz plötzlich
einzuschlafen. Die Elbe liegt spiegelblank da. Der Himmel wird
plötzlich Stahlblau, die Weißen Wände der kleinen Häuser sind in
grelles Licht gehüllt. Die Möwen am Himmel sind grell weis. Es
riecht nach Ozon und man kann die Elektrizität in der Luft
körperlich spüren.


Plötzlich beginnt sich die
Wasseroberfläche der Elbe zu kräuseln, um mit der erstem Sturmböe
in Wellen über zu gehen. Mit macht setzt nun ein Regenschauer ein,
begleitet von Sturmböen, die einen fast von den Füßen Reißen. Die
Natur tobt. In der Regel gehe ich dann erst nach Hause, wenn ich
völlig durchnässt bin. Wie so ein Seehund. Nass und glücklich.


Ich glaube es wir nun Zeit rein zu
gehen. Ich werde nun doch ein par Eier färben. Es ist in zwei Tagen
Ostern. Außerdem mag meine Frau diesen schönen Osterbrauch.



Euch allen wünsche ich ein schönes,
ruhige Osterfest


Manfred
Beginne jeden Tag mit einem Lächeln, dann hast du es hinter dir.

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