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Sato

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Sonntag, 15. September 2019, 09:56

Schrödingers Katze oder gibt's den Mond, wenn keiner hinschaut?

Ohne die Quantenmechanik könntest du das hier nicht lesen. Überhaupt: ohne die Quantenmechanik würde ein Drittel aller Erfindungen seit ihrer Entdeckung nicht existieren

Und was meint ihr? Existiert ein Geräusch, wenn niemand da ist, es zu hören?

Besteht ein Hamburger aus festen, fixen Bestandteilen oder nur aus reiner Information, aus austauschbaren Daten über sich?

Beeinflussen wir den Ablauf bestimmter Dinge, auch wenn wir sie nur aus der Ferne beobachten?

Und ist Schrödingers Katze gleichzeitig tot und lebendig, solange niemand danach fragt?
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carsten

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Sonntag, 15. September 2019, 13:28

Quantenmechanik ist eine seltsame Theorie. Und wenn man sich damit beschäftigt, wird dieses Gefühl eher noch schlimmer. Physikalisch kann man aber sehr viel damit erklären, was man sonst nicht erklären könnte. Albert Einstein, der ja selbst viel dazu beigetragen hat, sah das auch so (Gott würfelt nicht, spukhafte Wechselwirkung). Er war der Meinung, dass es verborgene Parameter gibt und dass, wenn man diese kennen würde, man die Phänomene auch ohne Quantenmechanik erkären könnte.

Wenn der Mond ein quantenmechanisch zu behandelndes Objekt wäre, wäre sein 'Zustand' durch eine 'Wellenfunktion' zu beschreiben (oder ein gleichwertiges mathematisches Objekt) und er hätte keinen genauen Ort und keine genaue Geschwindigkeit bzw. Impuls. In dem Moment, wo man ihn erstmalig an einem Ort beobachtet, würde man unweigerlich den Zustand so verändern, dass ein genauer Ort festgeschrieben wird, d. h. die Wellenfunktion wird verändert, alle Anteile, die außerhalb des Eigenraumes des Ortsoperators zu dem Ort liegen, würden entfernt (sog. 'Kopenhagener Deutung', die Wellenfunktion 'kollabiert' auf den Eigenraum).

Die Wahrscheinlichkeit, ihn an einem bestimmten Ort zubeobachten, ergibt sich aus der ursprünglichen Wellenfunktion. Das ist das 'Würfeln', im Rahmen dieser Wahrscheinlichkeit ist es eben rein zufällig, wo man ihn beobachtet.

Es gibt physikalische Experimente, mit denen man versucht hat, die Frage zu klären, ob das nun so richtig ist, oder ob der Einwand von Einstein greift, z. B. mit der sog. Bellschen Ungleichung. Die Messgenauigkeit reicht aber wohl noch nicht aus, um es definitiv zu entscheiden.
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opa

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3

Sonntag, 15. September 2019, 15:08

Zur Bell'schen Ungleichung gibt es inzwischen doch zahlreiche Experimente, die mit hoher statistischer Signifikanz nahe legen, dass sie in der Tat im Bereich der Quantenmechanik verletzt ist. Wie weit das auch für makroskopische Objekte gilt oder wieso nicht, wo die Grenzen liegen etc. wird kontrovers diskutiert (Stichwort "Dekohärenz" durch äußere Störungen etc.).

Ich muss sagen: Mich wundert das nicht allzu sehr, denn die ganze Welt eines jeden Einzelnen von uns ist schließlich ein Produkt unseres jeweiligen Gehirns, das

1.) über die Jahrmillionen nur mit dem Ziel evolviert ist, das Überleben der Spezies zu optimieren, und

2.) bei jedem Einzelnen von Geburt an nur mit Alltagserfahrung gefüttert und trainiert wurde.

Quantenmechanik kam da nicht vor!

Dass dieses Organ bei Phänomenen, die außerhalb dieses Erfahrungsbereichs liegen, ins schleudern kommt, wundert mich daher eigentlich nicht.

Viel mehr wundert mich, dass vieles Andere, das ebenfalls außerhalb unserer Alltagserfahrung liegt, etwa kosmologische Phänomene, mit so geradezu unglaublicher Präzision stimmig analysiert und "verstanden" werden können - man denke z.B. an den Nachweis von Gravitationswellen und deren stimmige Interpretation.

D'Artagnan

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Montag, 16. September 2019, 06:49

Besteht ein Hamburger aus festen, fixen Bestandteilen oder nur aus reiner Information, aus austauschbaren Daten über sich?
Geht es jetzt um den Hamburger nördlich von München oder den im Mc Donald´s?
Dinge haben nur den Wert den man ihnen verleiht

carsten

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5

Montag, 16. September 2019, 13:04

Besteht ein Hamburger aus festen, fixen Bestandteilen oder nur aus reiner Information, aus austauschbaren Daten über sich?


Wenn ein schwarzes Loch, das einen Hamburger verschluckt hat, verdampft, dann kann man den Hamburger rein aus den Informationen an der Oberfläche rekonstruieren, einschließlich der überwürzten Soße und der Pappschachtel. Das hat Stephen Hawking herausgefunden. :D
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Montag, 16. September 2019, 15:34

Und wenn nun ein Hamburger den Hamburger verschluckt und einer davon verdampft?
:3:

Sato

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Montag, 16. September 2019, 18:50

Keiner, wenn es nicht auf die Anteile sondern nur die Information ankommt...

Ursprünglich ging es um den Hamburger aus welcher Braterei auch immer, D'Artagnon.

Zitat

Opa
Mich wundert das nicht allzu sehr, denn die ganze Welt eines jeden Einzelnen von uns ist schließlich ein Produkt unseres jeweiligen Gehirns, das

1.) über die Jahrmillionen nur mit dem Ziel evolviert ist, das Überleben der Spezies zu optimieren, und

2.) bei jedem Einzelnen von Geburt an nur mit Alltagserfahrung gefüttert und trainiert wurde.


Das heißt, unser Gehirn ist nicht auf das Erkennen der Welt außerhalb unserer Abbildungen die wir uns von der Welt machen, geeicht.

Sondern bestenfalls auf das Überleben anhand von Mutmaßungen über die Welt da draußen.

Oder?
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