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joeCool

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1

Mittwoch, 30. März 2022, 11:23

Wie tolerant seid ihr in Bezug auf andere Meinungen bei Themen des Alltags?

Auf Facebook kann man vermehrt sehen, dass langjährige Freundschaften am Thema Corona oder durch andere gegensätzliche Positionen spontan beendet werden. Mein Eindruck ist, dass man da früher toleranter war und andere Meinungen leichter aushalten konnte.

Seit mehreren Jahrzehnten pflege ich eine Freundschaft zu Jemanden der komplett andere politische Ansichten vertritt. Das führt zu Diskussionen, die aber nie persönlich oder beleidigend sind und oftmals für beide Seiten sogar bereichernd.

Zu meinem Freundeskreis gehören auch Impfgegner und Impfkritiker. Da wurde auch über das Thema diskutiert aber es wurde kein Dauerthema und man wand sich danach wieder mehr verbindenden Themen zu.

Kurzum, ich würde deshalb keine Freundschaft aufgrund unterschiedlicher Meinungen beenden.

Wie sieht es bei euch aus?
Immer noch werden Hexen verbrannt auf den Scheiten der Ideologien.
Irgendwer ist immer der Böse im Land
und dann kann man als Guter und die Augen voll Sand,
in die heiligen Kriege ziehen.

Konstantin Wecker

Klara

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2

Mittwoch, 30. März 2022, 11:46

Ich bin tatsächlich sogar mit einem ausgesprochenen Verschwörungstheorien-Anhänger gut bekannt. Ich sage ihm, wenn er mit solchen Themen kommt immer, dass ich keine Lust habe, darüber zu reden. Das ist die Wahrheit und ihm liegt offenbar trotzdem etwas am Kontakt zu mir.

Ich habe noch nie jemanden auf Facebook entfreundet wegen unterschiedlicher Einstellungen. Ich halte das auch für das falsche Signal oder den falschen Umgang mit unterschiedlichen Ansichten.
Wenn ich das Gefühl habe, dass sich die Diskussion lohnt, diskutiere ich. Aber das ist nicht oft der Fall.
I have seen too much. I haven't seen enough.
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Badguy

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3

Mittwoch, 30. März 2022, 12:41

Ich kann nicht mit Menschen befreundet sein, die plötzlich zu die Demokratie gefährdenten Meinungen neigen. Verschwörungsanhänger werden darum von der Umgangsliste gestrichen.

Zur Erläuterung: Meine Freunde und Bekannte sind ja keine Menschen, denen man noch das kleine 1x1 beibringen muss. Es sind Menschen, die ihre Intelligenz irgendwann bewiesen haben. Wenn die also plötzlich abgleiten, halte ich da eine Diskussion und den Versuch, sie von der Realität zu überzeugen, als fruchtlos und Zeitverschwendung.

Mit Impfgegner habe ich inzwischen meinen Frieden gemacht, soweit sie nicht aus Verschwörungsgründen die Impfung ablehnen.

Angriffskriegsgrundrelativierer dürfen sich auch geschnitten fühlen.
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horstlg

„Ich weiß nicht, mit welchen Waffen der Dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber der IV. Weltkrieg wird mit Stöcken und Steinen ausgetragen.“ — Albert Einstein

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4

Mittwoch, 30. März 2022, 13:59

Wie tolerant ich bin, werden letzten Endes nur andere sagen können.
Aus meiner Sicht bin ich tolerant, und diskutiere gerne.
Man kann viel durch die Meinungen anderer lernen.

Was mir allerdings aufgefallen ist und auch auffällt, ist die moralische Keule, die bestimmte Leute schwingen.
So nach dem Motto: "Normalerweise bin ich zwar tolerant, aber in diesem Fall verlangt die Moral ...".
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Badguy

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5

Mittwoch, 30. März 2022, 14:18

Nach irgendenwelchen Kriterien muss man sich ja für oder gegen entscheiden.

An der Nase mache ich es in aller Regel nicht fest.
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horstlg

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6

Mittwoch, 30. März 2022, 15:08

Nach irgendenwelchen Kriterien muss man sich ja für oder gegen entscheiden.

An der Nase mache ich es in aller Regel nicht fest.


Das muss letzten Endes jeder.

Die Frage ist: "Wer definiert die Kriterien?".

Man könnte auch die Frage philosophisch stellen: "Wer definiert was gut und was schlecht ist (oder was moralisch und was unmoralisch ist) ?"
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Badguy

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7

Mittwoch, 30. März 2022, 15:36

Ich denke, man braucht keinen Philosophen, um zu definieren, was Menschen- bzw. Grundrecht sind.

Diese Rechte sind auch eine gute Basis, um sich seine Freunde auszusuchen oder zu entscheiden, was tolerabel ist und was nicht.
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Lucky

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8

Mittwoch, 30. März 2022, 16:15

Meine Meinung ist "jeder darf seine Meinung haben, auch wenn sie sich nicht mit meiner deckt", aber auch da habe ich eben meine Grenzen. Sowie es militant wird, kann ich das schnell abstoßend finden. Ein militanter Vegetarier z.B. wird weiterhin mein Freund bleiben, aber ich vermeide eben das Thema. Ein militant politisch eingestellter Mensch kann da aber Wiederrum schnell von der Freundesliste gestrichen werden. Bei Corona differenziere ich ob, er sich nur selbst gefährdet oder eine Gefahr für andere darstellt. Gefährdet er durch sein Verhalten andere, so meide ich ihn.

Anmerkung mit "er" ist der Mensch und nicht das Geschlecht gemeint. Mir ist das Geschlecht meines Gegenübers da immer egal.
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miri

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Mittwoch, 30. März 2022, 16:25

ich halte mich auch für ziemlich tolerant. schwierig wird es für mich aber, wenn jemand meint, toleranz mit zustimmung gleichsetzen zu können. ich habe für mich schon prinzipien, die erst einmal gesetzt sind... unter umständen lehne ich gewisse inhalte also ab, hoffentlich aber nie den Menschen an sich...
Du bist ein Wunsch, den Gott sich selbst erfüllt hat. :sonne:

H.J. Eckstein

horstlg

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10

Mittwoch, 30. März 2022, 16:34

ich halte mich auch für ziemlich tolerant. schwierig wird es für mich aber, wenn jemand meint, toleranz mit zustimmung gleichsetzen zu können. ich habe für mich schon prinzipien, die erst einmal gesetzt sind... unter umständen lehne ich gewisse inhalte also ab, hoffentlich aber nie den Menschen an sich...


Das ist auch meine Meinung: Toleranz ist nicht Zustimmung.
Man toleriert die Meinung eines Andersdenkenden, aber man muss sie deshalb nicht teilen!
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horstlg

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Mittwoch, 30. März 2022, 16:36

Ich denke, man braucht keinen Philosophen, um zu definieren, was Menschen- bzw. Grundrecht sind.

Diese Rechte sind auch eine gute Basis, um sich seine Freunde auszusuchen oder zu entscheiden, was tolerabel ist und was nicht.


Da möchte ich doch stark widersprechen.
Man kann schon in den Dialogen von Platon und Sokrates über die Sophistiker lesen, wie sehr da die Meinungen auseinander gingen.
Das ist übrigens das Hauptübel (meiner Meinung nach) : Jeder "erfindet" seine eigenen Wertkriterien.
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joeCool

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Mittwoch, 30. März 2022, 17:15

@horstlg Da bin ich absolut bei dir.

Wir neigen dazu, zu simplifizieren und die Welt in Gut und Böse einzuteilen.

Wenn wir dann nicht mehr fähig sind andere Meinungen auszuhalten und auszudiskutieren, wird es gefährlich.
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Konstantin Wecker

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Mittwoch, 30. März 2022, 17:38

Ich sehe es genauso wie Klara: andere Meinungen toleriere ich, aber wenn die betreffende Person ständig die strittige Meinung anspricht und versucht, mich von meiner eigenen Position abzubringen, würde ich entsprechend intervenieren.

Um es mit den Worten eines Memes zu sagen: „Political opinions are like having a penis. It‘s ok to have one and even be proud of it, but please: don‘t whip it out in public or try to shove it down my throat!“ :D
Ich gleich' in dieser Welt 'nem Tropfen Wasser,
Der einen andern Tropfen sucht im Meer

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Mittwoch, 30. März 2022, 17:46

Ich bin auch sehr tolerant, aber wo ich mich umdrehe und gehe sind Situationen, in denen mein Gesprächspartner mich belächelt, weil ich die "Realität" nicht begriffen hätte. Da weiß ich dann, dass diese Person leider zu wenig tolerant anderen Meinungen gegenüber ist.

Hatte das letztens erst, dass ich belächelt wurde, weil ich nicht an Chemtrails glaube, die uns vergiften sollen.

Aber da ist es dann auch nicht schade um den verlorenen Kontakt.

Badguy

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Mittwoch, 30. März 2022, 18:14

@horstlg Da bin ich absolut bei dir.

Wir neigen dazu, zu simplifizieren und die Welt in Gut und Böse einzuteilen.


Nein, das verstellt den Blick auf das Gute. Es gibt Dinge, die sind unverrückbar gut. Das Recht auf Leben zum Beispiel.

Und dann gibt es Dinge, die man versucht, als weniger oder mehr gut oder böse zu klassifizieren. Mord ist böse, Lynchen ist auch böse, aber ist es so böse wie Mord. Hinrichtung nach einem ordentlichen Gerichtsverfahren ist weniger böse? Also schon eher gut?

Wir brauchen diese Diskussion, um unsere Schlechtigkeit und die Unvollkommenheit unserer von uns gewählten Lebenswelt in ein besseres Licht zu rücken. Gegenüber uns und denen, die darunter leiden.
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Horst

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Mittwoch, 30. März 2022, 18:33

Wie sieht es bei euch aus?

Generell würde ich annehmen, ich habe mehr Toleranz aufgebracht als erfahren.
Annehmen heißt aber, ich würde darauf nicht wetten.

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Donnerstag, 31. März 2022, 01:09

Politisch gesellschaftlich kommt es allermeistens nicht drauf an, ob man Ansichten toleriert, solange man kein Meinungsmacher ist, keine Machtposition hat wie zb ein Diktator und "viele" Menschen beeinflussen kann, sondern nur mit einzelnen Gegenüber diskutiert, die auch nix groß ändern können.

Das beinhaltet ja auch, dass man gar nicht anders kann, als andere Meinungen zu tolerieren, da muss man schon Diktator sein und andere für ihre Meinungen bestrafen können.

Man kann diskutieren, wenn man das mag. Das ist nicht intolerant, das glauben nur Querdenker, dass eine andere Meinung haben und äußern, intolerant sei. Aber die können eh nicht so richtig stringent denken.

Umgeben im Freundeskreis muss ich mich aber nicht mit Menschen, mich ständig konfrontieren, deren Meinungen unsolidarisch, menschenverachtend, inhuman, bösartig etc sind.
SM ist, wenn man trotzdem lacht

"In der Liebe versinken und verlieren sich alle Widersprüche des Lebens. Nur in der Liebe sind Einheit und Zweiheit nicht in Widerstreit."

Rabindranath Tagore

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Donnerstag, 31. März 2022, 07:46

Ich denke, das Problem ist nicht DASS diskutiert wird, sondern das WIE. Man kann seine Meinung perfekt zum Ausdruck bringen, ohne dabei verletzend oder beleidigend zu werden. Dies wird leider oft vergessen … vor allem bei Diskussionen im Internet.

Weit verbreitet ist auch das „Argumentum ad hominem“: dem Diskussionspartner wird einfach die Nähe zu gewissen Gruppen unterstellt, wenn dieser eine These äußert, die mutmaßlich auch von dieser Gruppe hätte kommen können. So wird von der eigentlichen These abgelenkt und die Diskussion wird persönlich.

Einer generellen Diskursverweigerung stehe ich äußerst skeptisch gegenüber. Ich kann allerdings verstehen, dass man genervt sein kann, wenn jemand im privaten Umfeld ständig ein strittiges Thema zur Sprache bringt und geradezu missionarischen Eifer entwickelt. Allein das Wissen, dass er diese Meinung hat, wäre für mich jedoch kein Grund, die Freundschaft zu kündigen.
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Donnerstag, 31. März 2022, 14:06

@horstlg Da bin ich absolut bei dir.

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Nein, das verstellt den Blick auf das Gute. Es gibt Dinge, die sind unverrückbar gut. Das Recht auf Leben zum Beispiel.

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Wir brauchen diese Diskussion, um unsere Schlechtigkeit und die Unvollkommenheit unserer von uns gewählten Lebenswelt in ein besseres Licht zu rücken. Gegenüber uns und denen, die darunter leiden.



Ich bleibe dabei, dass eine Vereinfachung das Nachdenken bequemer macht aber nicht der Wahrheitsfindung dient. Mit der Gut und Böse Einteilung wurden schon immer schlichtere Gemüter manipuliert.

Stichwort Hexenverbrennung.
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Donnerstag, 31. März 2022, 14:14

Wenn die vermeintliche Wahrheitsfindung lediglich der Bewahrheitung der eigenen politischen Lebenslüge dient, dann sei darauf gesch...

Im übrigen bin ich es mehr als leid, mir ständig freche und ganz offensichtliche Lügen auftischen zu lassen. Sich dagegen vehement zur Wehr zu setzen und sie als das zu bezeichnen, was sie sind, hat mit mangelnder Toleranz nichts zu tun.
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